Pfarre Maria Kirchbüchl-Rothengrub

Gemeinde Höflein an der Hohen Wand und Willendorf am Steinfeld

Der Rosenkranzmonat – Oktober

Sie wirken wie aus der Welt gefallen  jene Zeitgenossen, die man bisweilen auf öffentlichen Plätzen oder in Kirchen sieht, vor sich hin murmelnd, in einer Hand eine kleine, unscheinbare Kette mit unterschiedlichen Kügelchen. Sie beten einen "Rosenkranz", ein streng komponiertes, traditionelles meditatives Gebet. Tatsächlich ist der Rosenkranz heute selbst unter "praktizierenden Katholiken" nicht mehr weit verbreitet. Daneben ist der Rosenkranz als Schmuck oder als Rosenkranz Tattoo ver- breitet. Sehr erstaunt war ich als auf einer Website für Tattoos folgendes lass: Während dies ein Instrument des Gebets ist, wird das Heilige Kreuz oft verwendet, um negative Energien, böse Geister und Dämonen vom Träger fernzuhalten. So sagte schon Papst Pius XI: "Der Rosenkranz ist „eine mächtige Waffe, um die Dämonen in die Flucht zu schlagen.“ Der Rosenkranz gibt seinen Reiz nicht ohne weiteres zu erkennen. Er will erkämpft werden, ja, ergangen. Das Rosenkranzgebet ist die Zusammenfassung unseres Glaubens, es unterstützt unsere Hoffnung und die Glut unserer Liebe. Alle Männer und Frauen, gelehrte und ungebildete Leute, große und kleine Sünder können  auf den ganzen Erdkreis bei Tag und Nacht Rosenkranz betend, Jesus loben.

Ab 1. Oktober beten die österreichischen Bischöfe täglich abwechselnd live auf „Radio Maria" den Rosenkranz. Eröffnen wird die Gebetsreihe im Rosenkranzmonat am Donnerstag um 18.20 Uhr der Salzburger Weihbischof Hansjörg Hofer. Am Freitag wird zur selben Uhrzeit das Gebet mit Kardinal Christoph Schönborn aus seiner Privatkapelle im Wiener Erzbischöflichen Palais übertragen. Täglich stehen weitere Rosenkränze an, die Reihe beschließt der steirische Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl am 31. Oktober. Auch wir in der Pfarre beten den heiligen Rosenkranz am Dienstag u. Mittwoch in der Thomaskapelle  und am Samstag in der Pfarrkirche um 18 Uhr vor ausgesetztem Allerheiligsten Altarsakrament mit anschließendem eucharistischem Segen.

Wir sind eingeladen täglich den heiligen Rosenkranz zu beten und da sind uns keine Grenzen gesetzt. Ich bete ihn täglich, besonders beim Laufen durch den Zweierwald ist er mein ständiger Begleiter. Die Früchte des Rosenkranzgebetes kommt nicht nur dem Beter zu gute, sondern jedem für den wir ihn beten. Ein vollkommener Ablass, wird demjenigen Christgläubigen gewährt, der den Rosenkranz in einer Kirche, in einer öffentlichen Kapelle, in der Familie, in der Ordensgemeinschaft, in einer frommen Vereinigung oder überhaupt mit mehreren, die zu einem ehrenhaften Zweck zusammenkommen, betet. Wenn schon Ungläubige von einem Rosenkranztattoo Hilfe erwarten um wieviel mehr wird Gott einer demütigen Seele seinen Heilegen Geist schenken.

Dass gerade der Oktober als "Rosenkranzmonat" gilt, hängt mit einer historischen Schlacht im Ionischen Meer bei Lepanto zusammen. Am 7. Oktober 1571 hatten die christlichen Mittelmeermächte, organisiert unter Papst Pius V., mit Spanien an der Spitze, dort einen überraschenden Sieg über das Osmanische Reich errungen. Dieser Sieg wurde vom Papst dem Rosenkranzgebet zugeschrieben - woraufhin Pius V. anordnete, das von nun an dieser Tag als "Fest der Seligen Jungfrau Maria vom Siege" zu feiern sei.